Romantik und Natur liegt im Gedanken
Am 25. Mai 2010 besuchten die Klassen 8c und 8d den botanischen Garten und das wunderschöne Romantikerhaus in Jena. Frau Hühn und Frau Kirschstein begleiteten uns zu dieser wundervollen, bemerkenswerten Exkursion.
Wir trafen uns alle um 7:50 Uhr am Hauptbahnhof. Die Stimmung war bis dahin noch etwas dezent. Als wir dann gegen 10:00 Uhr in Jena ankamen, mussten wir alle noch einen langen Weg zum Romantikerhaus zurücklegen, doch danach trennten sich die Wege. Die Klasse 8d ging zum botanischen Garten, wir hingegen besuchten mit Fr Hühn das Romantikerhaus. Alle hatten einen Kloß im Hals, was sie erwarten könnte.
Als wir nun das Haus betraten, ließen wir für eine Weile unsere neugierigen Blicke umherschweifen. Das Haus war sehr schön geschmückt und das romantische Flair war nicht zu übersehen. Nachdem wir unsere Blicke erstmal alle wieder auf „ Konzentration“ geschaltet hatten, übergab uns Frau Hühn die Aufgaben. Viele waren davon nicht begeistert, aber leider mussten sie da durch. Aufmerksam und konzentriert hörten wir dem Redner dieses Hauses zu und schrieben uns die wichtigsten Fakten auf, um schon einen Teil der Aufgaben zu lösen. Ganze 1,5 Stunden verbrachten wir dort und allen hat es Spaß gemacht mal zu sehen, wie Romantik ist und sein kann. Alle sagen Romantik sei etwas mit Liebe und Küssen etc., man denkt dort nicht so falsch.
Es war eine kulturgeschichtliche Epoche, die vom 18. Jh. bis zum 19. Jh. dauerte. Die eigentlichen Grundthemen der Romantik waren Leidenschaft, Gefühle, Individualität, die Flucht ins Innere sowie die Seele, die meistens auch eine gequälte Seele war. Dies spielte eine große Rolle in dieser atemberaubenden Epoche. Das Romantikerhaus war auf die verschiedenen Zeiten der Romantik aufgeteilt. Die 1. Etage war Gelehrtenrepublik, 2. Etage die Frühromantik und als Sahnehäubchen die Synthese. In diesem Haus ging es auch um den berühmten Novalis, wobei man auch diese schöne Höhle begutachten konnte. Wir verließen nun das Romantikerhaus und machten uns auf schnellstem Wege zum botanischen Garten. Als wir dort ankamen, erwartete uns schon Frau Schulze, die uns die nächsten Aufgaben überreichte.
Wieder ließen wir unsere Blicke umherschweifen und der botanische Garten war auf den ersten Blick wirklich sehr schön und hinreißend. Wir begutachteten die riesigen, faszinierenden Pflanzen, die in den Häusern zu sehen waren und schrieben unsere Arbeiten fertig. Danach gaben wir uns einfach der Natur und dem Sonnenschein hin, was sehr entspannend war. Es war ein tolles Gefühl mal wieder auf Bäumen rumzuklettern, sich Blumenkränzchen zu basteln, den Vöglein zu lauschen, die Sorgen alle einfach zu vergessen und einfach das Gefühl zu haben, dass man für einen Moment lang frei ist. Natur vermittelt uns Freiheit, Liebe und ein Gefühl von Entspannung. Die Baumstämme dienten vielen als Liege, Balken oder Sitze. Man lässt sich einfach fallen und genießt die Stille und das Erstrahlen der Natur. Es war eine schöne Exkursion, um wieder mal unsere Naturinstinkte aufzuwecken und neue Erfahrungen und neues Wissen gesammelt zu haben.
Jena, im Mai 2010
T.H. 8c

