Unser Trip nach England 2011
Nach einer sehr kurzen Nacht und einem letzten Abend in Erfurt voller Vorbereitungen auf die Fahrt trafen wir uns (das waren die Schüler der 9c und 9d und jeweils 2 aus der 9a und 9b) am Sonntag, den 10.04.2011 um 05.45 Uhr hinter dem Hotel “Vilnius”, wo der Bus schon auf uns wartete. Nachdem sich alle von ihren Eltern verabschiedet hatten, ihr Gepäck verstaut, ihre Plätze eingenommen hatten und eine Träne verdrückten, ging es endlich los nach England. Die anfängliche Aufregung legte sich jedoch später, da alle sehr müde waren. Alle zwei Stunden wurde eine mädchenfreundliche Toilettenpause eingelegt. Nachdem wir quer durch Deutschland, die Niederlande, Belgien und Frankreich gefahren waren, ging es endlich auf die Fähre. Während einige die Spielautomaten unsicher machten, genossen andere draußen das sonnige, jedoch etwas windige Wetter, welches einen Vorgeschmack auf England bot. Die Fahrt dauerte ca. 1 ½ Stunden und in Dover angekommen, waren wir wirklich reif für die Insel. Als wir die Fähre verließen, musste sich unser Busfahrer erst einmal umstellen, „links“ zu fahren und nach ca. 2 Stunden weiterer Fahrt kamen wir gegen 20.00 Uhr auf einem Parkplatz in der Nähe von Southend an. Dort warteten unsere Gasteltern schon auf uns, wir wurden ihnen zugewiesen und machten uns auf den Weg zu unserem „neuen Zuhause“. Nach einem kleinen Happen fielen wir sofort „todmüde“ in unser Bett.
Am nächsten Morgen trafen wir uns alle am Bus, mit dem wir nach London fuhren. Fast in London angekommen, verzögerte sich jedoch unsere Ankunftszeit in der Stadt an der Themse, da wir in einem nicht enden wollendem Stau standen. Endlich in London, stieg nach einer kurzen Wartezeit die Londonstadtführerin zu, die uns in dieser großen Stadt alles erklärte, wo Kate und William heiraten, wo Big Ben steht oder welcher der vielen Brücken die „Tower Bridge“ ist. Sie versuchte uns alles in englisch zu erzählen, jedoch verhaspelte sie sich manchmal, da sie auch selbst aus Deutschland kam. Nach der Tour hatten wir alle noch lange, lange Freizeit, die wir selbständig nutzen konnten. Mädchen machten Londons Klamottenläden unsicher, Jungen schnupperten an den Fenstern der Pubs. Als wir uns am frühen Abend alle wieder am Treffpunkt versammelten, merkten wir, dass einer fehlte. Doch nach 15 Minuten sahen wir von Weitem einen kleinen rennenden Jungen auf den Bus zukommen, es war unser „Sorgenkind“. Alle beklatschten seine Ankunft und waren glücklich, dass er nicht in Londons Straßen verlorengegangen war. Nun konnten wir endlich gen Southend fahren.
Am Dienstag holte uns der Bus wie gewohnt an unserem Treffpunkt ab. Diesmal ging es nach Colchester. Dort besuchten wir das „National History Museum“, in welchem wir ein Stück verfolgten, welches uns die frühere englische Geschichte nahelegte. Es war sehr lustig und gut dargestellt. Danach durften wir noch im Museum herumstöbern, in den Park gehen und uns ausruhen oder Colchester besichtigen. Später ging es nachmittags noch nach Southend, um den „längsten Pier der Welt“ zu betrachten und das Strandfeeling zu genießen. Am Treffpunkt, in der Nähe unserer Gasthäuser, trennten sich unsere Wege … aber nur bis zum nächsten Morgen.
Denn am Mittwoch ging es nach Cambridge, eine der wichtigsten Universitätsstädte der Welt. Dort mussten wir uns in drei Gruppen aufteilen, da die Cambridge-Städtetour in drei Teilen durchgeführt wurde. Wer auf die Toilette wollte, der musste sich auf Dunkelheit einstellen. Vielleicht konnten sich die Bewohner für die öffentlichen Toiletten keinen Strom leisten. Die vielen verschiedenen Unis waren sehr interessant anzusehen und in das „Kings College“ durften wir sogar hinein. Am Ende der Führung schwirrten wir noch in der Stadt umher und machten uns bis zum späten Nachmittag einen „Bunten“ in Cambridge.
Den Tag darauf nutzten wir, um noch einmal nach London zu fahren, doch erst ging es nach Greenwich. Dort angekommen, trennten sich die Wege in kleinen Gruppen und alle konnten sich dort austoben. Entweder stand ein Museumsbesuch an oder man betrachtete den Nullmeridian aus der Nähe. Danach stand eine Themsefahrt auf dem Plan, die uns nach London führte. In London konnten noch nicht erledigte Shoppingausflüge in noch nicht erkundeten Läden oder näheres Sightseeing nachgeholt werden. Doch wir mussten uns alle unbedingt am Globe am frühen Nachmittag treffen. Dort konnten wir unser schauspielerisches Talent unter Beweis stellen, denn wir wurden in Gruppen eingeteilt und spielten dort vor allen Schülern einzelne, selbstausgedachte Stücke vor. Nach noch einmal etwas Freizeit warteten wir auf Volker, unseren Busfahrer, der muss auch mal erwähnt werden, denn er hat das alles ermöglicht, dass wir überall pünktlich ankamen. Doch dieses Mal kam er am Treffpunkt etwas später an. Naja, das war zu verzeihen.
Im Bus angekommen, mussten wir London „bye bye“ sagen und waren doch etwas betrübt, London zu verlassen. Anfangs waren wir noch hellwach im Bus. Doch später wurden wir alle recht müde. In Dover an der Fähre waren wir ca. 2 Stunden zu früh da. Die Zeit galt es zu vertreiben, da wir keine frühere Fähre nehmen konnten. Dann ging es endlich auf die Fähre. Es war schwierig wach zu bleiben, doch manche schliefen hier trotzdem ein. Wieder von der Fähre herunter, schlossen dann wirklich alle ihre müden Äuglein, weil wir kaputt waren. Zum Teil lagen manche im Gang, um gut schlafen zu können oder versuchten auf ihren Plätzen die richtige Schlafposition zu finden. Als wir alle wieder aufwachten und mitbekamen, dass wir wieder in Thüringen angekommen waren, zauberte sich bei manchen ein Lächeln ins Gesicht. Kurz vor Erfurt wurde noch einmal Pause gemacht und später in Erfurt sahen wir unsere Schule und unsere Eltern schon von Weitem.
Um unserem Busfahrer unseren Dank auszusprechen, sangen wir unser berühmt berüchtigtes Busfahrerdanksagungslied und Volker meinte auch, dass wir sehr angenehme junge Leute seien. Aus dem Bus ausgestiegen, fielen viele ihren Eltern in die Arme und fuhren wieder in ihr richtiges Zuhause.
Ein sehr großes Dankeschön geht auch an unsere drei Lehrerinnen, die uns begleiteten und uns durch ihre Organisation die Möglichkeit gaben, Southend zu besuchen und zu überprüfen, wie es mit unseren Englischkenntnissen in der Praxis steht.
Am Ende hatten wir nur noch einen Wunsch: schlafen, schlafen, schlafen … Doch es war eine wirklich sehr gut gelungene Sprachreise.
Maria Ziegenrücker, Klasse 9c

