Italien MMIX a. d.
Die Hinfahrt – 05.09.
Mit guter Laune und großen Erwartungen sind wir Latein-Schüler (und einige der Russisch-Schüler) unserer zehnten Klassen am 5. September nachmittags mit dem Bus Richtung Italien aufgebrochen. Bis Nürnberg – weiterhin gute Stimmung und erstes Pläneschmieden für Italien. An der deutsch-österreichischen Grenze – inzwischen ist die Dunkelheit über uns eingebrochen - versorgen wir uns am nächsten Halt mit Energy-Drinks und Essen, um die Nacht durchzuhalten; schließlich will man nichts verpassen, auch wenn für den nächsten Tag Rom angekündigt ist. Bei Dunkelheit fahren wir durch die Alpen – auch im Dunkeln ein besonderer Anblick.
- unterbrochen durch den Halt in Rom – 06.09.
In Rom ist die Laune zunächst einigermaßen schlecht, wobei das sicherlich zu großen Teilen der vielerseits durchwachten Nacht zu schulden ist. Etwa 08.30 Uhr beginnen wir den Rundgang durch Rom im Vatikan. Die Sonne bringt gute 25°C und wir fühlen uns wie in der Nachmittagssonne. Spätestens hier, beim imposanten Anblick auf den Petersdom und andere berühmte Sehenswürdigkeiten, vergeht auch dem letzten die schlechte Laune. Die pure Begeisterung und Ehrfurcht vor den Baumeistern haben von uns allen Besitz ergriffen. Dann geht es auch schon weiter: Engelsbrücke, Pantheon, Spanische Treppe, Trevi-Brunnen, Trajanssäule, einige U- und S-Bahnstationen, McDonalds und natürlich das Kolosseum sind einige Orte, bei denen wir Halt machen. Derart kulturell bereichert und mit Fast Food gesättigt, kommen wir gegen Nachmittag wieder beim Bus an.
- die restliche Fahrt / Ankunft in Piano di Sorrent
…verläuft alles in allem relativ unspektakulär. Ein letztes Aufmerksamkeit erregendes Ereignis ist das “Einpark-Manöver”, das unser Busfahrer mit Bravour meistert.
Jetzt noch Schlüssel ergattern, Gepäck notdürftig verstauen und dann endlich…ausruhen.
Montag – Herculaneum – 07.09.
Früh aufstehen – für unsere Begriffe viel zu früh – müssen wir am nächsten Morgen. Zum Frühstück gibt es Brötchen mit diversen Marmeladen, Kaffee, Kakao, Milch oder auch Saft. Nach dem Frühstück haben wir noch eine halbe Stunde Zeit um uns fertig zu machen. Dann geht es ab in den Bus und wir schon sind wir auf dem Weg nach Herculaneum, im Vergleich zu heute ein sehr kleiner Ort, vielleicht 1km lang und breit, eher weniger. Etwa zwei Stunden verbringen wir in Herculaneum. Danach können wir an einem Stand vor der Anlage Pizza oder Eis essen. Nachdem wir zurück in unseren Bungalows sind, geht es ab in die Badesachen und rein in den Pool. Nach dem Abendbrot – als Vorspeise Nudeln – gehen die Pokerrunden los.
Dienstag – Pompeji und Vesuv – 08.09.
Nach dem wieder einmal zeitigen Frühstück steigen wir in den Bus und fahren zum Vesuv. Glücklicherweise haben die meisten Jacken mit, sodass der unerwartete Temperaturabfall auf gefühlte 10°C auszuhalten ist. Für die meisten, wie gesagt.
Anschließend fahren wir nach Pompeji. Die Fahrt ist lang, der Tag warm – und Pompeji gigantisch. Allerdings lässt sich der Anblick, der sich dort bietet, bei 30°C im Schatten doch leider nur begrenzt genießen.
Mittwoch – Capri – 09.09.
An diesem Morgen haben wir etwas mehr Zeit zum Ausschlafen. Aufgrund der engen Straßen, die dem Busfahrer das Ausparken zum Kampf machen, fahren wir mit der S-Bahn in die Stadt Sorrent, wo wir eine am Hafen wartende Fähre besteigen, die uns nach Capri bringt. Dort bekommen wir zuerst ein wenig Zeit, um uns die Hafensiedlung anzusehen, und danach an einem wunderschönen Steinstrand baden zu gehen. Das Wasser ist wunderbar klar und warm – und sehr sehr salzig. Man hat das Gefühl, es würde viel leichter fallen auf dem Wasser zu treiben, als irgendwo anders und es ist einfach nur entspannend hier zu baden. Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach Sorrent und von dort aus wieder mit der S-Bahn nach Piano di Sorrent. Das letzte Abendbrot “steht uns bevor”.
Donnerstag – Die Abfahrt 10.09.
Das letzte Frühstück in Italien, dann die Abfahrt. Eine ziemlich lange Fahrt bis Verona. Es ist schon dunkel, als wir dort ankommen. Wir besuchen zuerst die “Casa di Guiletta”, das berühmte Haus, das in Shakespeares “Romeo and Juliet” (Romeo und Julia) vorkommt. Leider ist es schon so spät, dass das Haus bereits geschlossen ist. So haben wir knapp zwei Stunden Freizeit in Verona, um etwas zu essen zu kaufen oder uns die Stadt anzusehen. Ein kleines Amphitheater und ein Brunnen auf einem großen Platz davor laden zum Bleiben ein. Bei Temperaturen um die 25°C gegen zehn Uhr abends ist der Gedanke sogar sehr verlockend.
Freitag – Die Ankunft 11.09.
Im Bus aufwachen ist ziemlich unangenehm, vor allem wenn man, während man schläft, die Beine nicht ausstrecken kann. Relativ pünktlich zu Schulbeginn sind wir wieder an der Schule; und Italien ist nur noch eine Erinnerung. Aber dafür eine sehr schöne.
Vielen Dank an alle, die diese Reise ermöglicht haben, im Namen aller, die mitgefahren sind.
Armin Krause

