Klassenfahrt zur Language Farm
Am 21. September machten wir uns auf nach Pritscheroda – zur Language Farm! Die Language Farm ist eigentlich ein ganz normaler Hof mit der Besonderheit, dass dort alle Englisch sprechen. Als wir aus dem Zug stiegen, erwarteten uns gleich zwei nette Leute von der Farm – die ihren Transporter mitbrachten um unser Gepäck hoch auf die Farm zu kutschieren. Wir mussten laufen.
Nach einem mehr oder weniger (für die meisten mehr) anstrengenden Bergaufstieg, kamen wir endlich oben an – WELCOME AT THE LANGUAGE FARM! Dann hieß es erst einmal: Koffer auspacken und Zimmer inspizieren. Die Zimmer waren recht klein und rustikal – und natürlich mit IKEA Möbeln bestückt. Zum Lachen, Entspannen und Unterhalten lud ein großer Gemeinschaftsraum ein… Doch allzu viel Zeit zum Einrichten blieb nicht – erstmal ging es zum Mittagessen. Nun lernten wir unsere “Counsellors” (Betreuer) kennen (und später auch lieben:) – Robyn aus Australien, Paul aus Wales, Moss aus England und Padraig aus Irland. But now enjoy your meal!. Ja und das taten wir auch, denn das Essen auf der Farm war einmalig. Das Frühstück bereiteten die Counsellors zu, während wir musikalisch aus dem Schlaf gerissen wurden. Für das Mittag- und Abendessen sorgten abwechselnd die einzelnen Sprachgruppen. Jeder Tag stand unter einem bestimmten Motto, das auch in der Küche galt. So aßen wir australische, irische und britische Spezialitäten. Nach dem Frühstück aber galt es erstmal ein paar häusliche Pflichten zu erledigen – abwaschen, Feuerholz sammeln oder die Farmtiere füttern. Während die einen anschließend vorm Herd standen und Mittag zauberten, spielte der Rest landestypische Spiele, wie Baseball oder Football. Am Nachmittag war Projektarbeit angesagt. Wer eine musikalische Ader hatte (oder noch nach ihr suchte), war in Moss’ Gruppe richtig. Kreativität war auch bei Padraig gefragt – hübsche Wachskunstwerke wurden entworfen und gestaltet. Auf der Suche nach der großen Kunst waren auch die Leute in Robyns Gruppe, die bezaubernde “Sock – Monkeys” kreierten – ja viele endtdeckten hier ihre Nähleidenschaft. Die Gourmets waren bei Farmerin Susi bestens aufgehoben – hier gab es Käsespezialitäten zum Selbermachen, Ziegenbetreuung inklusive.
Ach ja, und dann gab es noch so ein paar motivierte Jungs, die sich mit Paul in die Küche stellten und ihre Backkünste strapazierten – in deren Genuss wir dann jeden Nachmittag gekommen sind. Von Schokokuchen über Brownies bishin zu köstlichen Blaubeermuffins – it’s tea time! Als es langsam Abend wurde, bewaffnete Moss sich mit ihrer Gitarre und ein paar “nice songs at the camp fire” folgten. Viel, viel zu schnell vergingen so die ersten zwei Tage…
Am “Australia Day” gingen wir in den Wald – dank Robyns Sprachgruppe natürlich nicht ohne Verpflegung – um “Campture the flag” zu spielen. Zwei Teams versuchten, wie der Name ja schon sagt, die gegnerische Flagge zu finden, die irgendwo im Wald versteckt war. Wir hatten schlammdurchtriefte Klamotten, durchgeweichte Schuhe und viel Spaß!:) Der nächste Tag war nicht irgendein Tag auf der Languagefarm – heute hatte Tess Geburtstag! Ein Haufen Geschenke erwarteten die Verschlafene und einen Geburtstagskuchen gab’s auch. Dann aber ging es in den Projekten und in den Sprachgruppen verdammt stressig zu. Überall wurde noch gebacken, getapt, repariert und geprobt – schließlich war das der letzte Abend. Heute sollte all das, was in den Tagen auf der Farm zustande gekommen war, präsentiert werden: Künstlerische Plastiken, selbsgeschriebene Songs mit, ähm, geplanten Feuereffekten und selbst gebastelte Strumpfkreationen. Nebenbei wurde noch Angela Merkel mit Mr. Bean verkuppelt, das Eheverhältnis zwischen Hänsels und Gretels Eltern offenbart und blutige irische Legenden ausgegraben. Nach einem verschlafenen Frühstück am nächsten Morgen hieß es dann endgültig “coming home again…”
Alexia, 8d

