Klassenfahrt der Klassen 8a und 8d nach Potsdam

Vom 20.06.2011 bis zum 24.06.2011 sollte es für beide Klassen nach Potsdam/Berlin gehen.
Montagfrüh, den 20.06.2011, um 8:15 Uhr trafen sich die Klassen und warteten aufgeregt mit ihrem Gepäck auf den Bus, mit dem wir dann gegen 9:00 Uhr losfuhren und ca. 13:45 in Potsdam vor unserer Jugendherberge ankamen.

Zwischendurch legten wir natürlich eine kleine Pause für die Bedürfnisse ein. In Potsdam angekommen, hieß es erst einmal Koffer raus und ab ins Zimmer. Als wir dann endlich unsere „Schlüssel“ bekamen, gingen wir sofort auf die Suche nach den Nummern unserer Zimmer. Vor der Tür angekommen bemerkte man, dass es gar kein gewöhnliches Schloss ist, wo man einfach den Schlüssel reinsteckt und rumdreht. Im Gegenteil, das wäre ja auch zu einfach gewesen. Es war ein sogenannter „Schipschlüssel“. Dieser Mechanismus musste natürlich zuerst herausgefunden werden, was alle hinbekamen ob mit oder ohne Hilfe.
Um 14:15 Uhr hieß es dann, dass wir alle im Bus sitzen sollten. Dort erfuhren wir, dass uns noch eine kleinere Freizeittour nach Potsdam bevorstände. Ob wir nun das Schloss Sanssouci besuchten, shoppen gingen oder den heißgeliebten Mc Donalds einen Besuch abstatteten, stand uns frei. Schließlich ging es für alle um 17 Uhr im Bus wieder zur Herberge zurück, wo einige sich entschlossen Tischtennis zu spielen oder doch eher lieber ihr Zimmer „einweihten“. Um 18:30 Uhr hatte man dann die Möglichkeit Abendbrot zu essen. Die Bettruhe war für 22 Uhr festgelegt. Doch wie wir unsere speziellen Freunde kennen, war das nicht unbedingt der Fall. Trotzdessen ist niemand zu Schaden gekommen.
Am Dienstag hieß es für uns früh aufstehen, da unser Bus nach Berlin schon um 8:30 Uhr los fuhr und das Frühstücksbuffet ab um 7 Uhr geöffnet hatte. Im Bus angekommen, bemerkten wir eine unbekannte Person im Bus Sie war, wie wir dann alle mitbekamen, unsere Stadtführerin. Sie zeigte uns nicht einfach nur die Sehenswürdigkeiten Berlins, sondern erzählte uns auch wichtige und lustige Sachen der Berliner und über deren Alltag dort. Zum Beispiel sahen wir einen Jongleur, der sich auf die Straße stellte, wenn die Fußgänger grün hatten und die Autos rot. Als er dann fertig war bzw. die Ampeln umgeschaltet haben, bemerkten wir, dass er sich damit sogar etwas Geld verdient. Uns wurde auch erklärt wann wir in Ost- und wann wir in Westberlin waren. Was man auch an den Ampelmännchen gut unterscheiden konnte. Nachdem unsere Stadtrundfahrt vorbei war, besuchten wir „Mme Tussaud‘s“ Wachsfigurenkabinett. Einige der Stars und Prominenten sahen wirklich täuschend echt aus. Doch manche, fanden wir zu unserer Enttäuschung, erkannten wir fast nicht. Während der Rundfahrt und des Besuches des Museums wurden natürlich von vielen etliche Fotos geschossen. Danach hatten wir eine Menge Freizeit in Berlin. Jede Gruppe lief in eine andere Richtung und war gespannt darauf, was Berlin für sie so zu bieten hatte. Manchen war gar nicht wirklich bewusst, dass Berlin so riesig, und wirklich eine Weltstadt ist, obwohl man ja vorher schon wusste, dass Berlin groß sein soll. Man trifft dort nämlich Menschen allerlei ausländischer Herkunft an. Als nun Berlin von rund 50 Erfurter Schülern unsicher gemacht worden war, ging es wieder um 17 Uhr zurück. Viele gingen ihren Lieblingsbeschäftigungen wieder nach. Die zum einen das Tischtennis, Basketball oder auch das Billard im Keller waren. Sogar die Lehrer beteiligten sich am Tischtennis. Es war einfach schön an zu sehen, wie die Klassen gemeinsam und auch mit den Lehrern harmonierten, sich einfach gut verstanden. Danach war es wieder einmal Zeit, auf das Zimmer zu gehen und sich dann schlafen zu legen oder, wie einige es bevorzugten, durchzumachen.
Mittwoch stand für uns der Filmpark-Babelsberg an. Dieser Tag begann für uns erst um 9 Uhr. Als der Bus hielt, sahen wir schon wie einige andere größere Menschengruppen die darauf warteten, dass der Park endlich öffnen würde. Um 10 Uhr hatte jeder dann seine Eintrittskarte in der Hand und die meisten folgten den Rat von Herrn Blien und steuerten zu allererst das „4D-Kino“ an. Nach diesem ersten Abenteuer ging es weiter in andere Welten zum Beispiel konnte man auch nach Panama, wo viele, auch die Lehrer, mit einem kleinen Boot über einen Wasserkanal schipperten, sich das Sandmannhaus ansahen oder in das Traumwerker Atelier gingen. In diesem Haus konnten man sich täuschend echte Wunden „aufmalen“ lassen. Sogar unsere nette Frau Carl konnte uns reinlegen mit ihrer doch ekelhaften Schürfwunde am Arm. :) Leider bemerkten wir frühzeitig, dass der Park doch gar nicht so groß sei wie erwartet. Dann hieß es, dass wir uns im „Fernsehstudio 1“ die Show alle gemeinsam anschauen würden, wo uns dann ein Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten von Nachrichten, Wetterbericht und täglichen Sendungen gewährt wurde. Um 14:30 Uhr startete dann die Stuntshow im Vulkan. Ein wortwörtlich heißes und auch spannendes Erlebnis für jedermann. Man konnte sich sogar hinterher noch Autogramme von dem Motorradstuntman holen. Er war wirklich sehr beeindruckend, die Show natürlich auch. Da wir es nicht allzu weit vom Filmpark bis zur Herberge hatten war Laufen angesagt. Dass fanden einige zwar nicht so toll, weil sie schon vom vielen Laufen anscheinend kaputt waren, aber doch kam jeder wieder heil an.
Später drang dann zu dem Rest der Mitreisenden vor, dass in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag einige Mitschüler unfreiwilliger Weise Bekanntschaft mit dem Nachtdienst machen mussten. Trotzdem konnten sie noch zur Ruhe kommen und den Schock mit ein paar Stunden Schlaf verdauen.
Am Donnerstag sollte uns eine Spreefahrt durch das historische und politische Berlin führen. Viele genossen die Zeit und machten noch ein paar letzte Fotos für ihr Album oder die Fotowand. Nach der 1-stündigen Rundfahrt bekamen wir noch ein letztes Mal die Chance Berlin zu besuchen und die noch nicht bekannten Ecken unsicher zu machen. Die einen suchten noch Souvenir-Shops auf die anderen „ganz unerwartet“ MC Donalds. Sicherlich wäre ein Poeplewatching mitten in Berlin auch ganz interessant gewesen. Wir sollten uns wie üblich um 17 Uhr am ausgemachten Treffpunkt einfinden und gemeinsam zum Bus laufen. Da es regnete sind wir ehr zum Bus gelaufen. Da saßen wir nun im Bus und es fehlten zwei Mitschüler. Man versuchte sie zu erreichen, doch das vergeblich. Letztendlich trafen die beiden dann eine halbe Stunde zu spät ein, weshalb wir dann mitten in die sogenannte „Rushhour“ hineingerieten. Dabei hätten wir pünktlich wieder daheim sein müssen, da wir abends ja noch einen Kinobesuch geplant hatten, der uns dann in das Kino am Potsdamer Hauptbahnhof in den Film „Bad Teacher“ führte. Trotzdem sind wir noch überpünktlich angekommen und freuten uns auf den Film der, wie wir alle mehr oder weniger feststellten, doch amüsant war. Gegen Abend ca. 22 Uhr standen wir dann alle draußen und warteten darauf, dass wir nach Hause laufen konnten. Es gab hingegen ein Taxi, dass sogenannte „Krankentaxi“, für 6 Mitschüler die sich am Fuß verletzt hatten während der Klassenfahrt und für einen davon der sozusagen auf uns aufpasste. Auf dem Programm der letzten Nacht stand für viele „Die letzte Nacht wird durchgemacht!“ und vielleicht auch noch Koffer packen, denn am nächsten Tag sollte es schon wieder nach Hause gehen. Einige schafften es wirklich durchzuhalten, doch mir sind trotz des Vorsatzes, mit den Anderen gemeinsam durchzuhalten, die Augen dann um 3:15 Uhr trotz Licht zugefallen.
Am Freitag, den 24.06.2011, frühstückten dann einige und um 9:30 Uhr sollte auch schon unser Bus für die Heimreise los fahren. Als es dann endlich los ging, merkte man an der Stimmung im Bus, dass alle von dieser Klassenfahrt sichtlich erschöpft und ausgelaugt waren. Trotzdem hat es wirklich jedem einzelnen Spaß gemacht und manche werden diese Klassenfahrt nie vergessen. Nach 13 Uhr kamen wir dann in Erfurt wieder an und wurden von unseren Eltern abgeholt oder mussten allein nach Hause.
Auf dieser einzigartigen Klassenfahrt wurden verständlicher Weise neue Kontakte und Bekanntschaften gemacht. Man lernte sich besser kennen und die Klassen, man könnte fast meinen, verstehen sich jetzt noch besser als vorher.
Ein großes Dankeschön von allen geht hiermit an unsere tapferen, netten und verständnisvollen 4 Lehrer Frau Oeser, Frau Carl, Frau Czimmernings und Herrn Blien, die uns begleiteten. :)

Bericht von Anna Engelhardt Klasse 8d