Sorry, We’re British

So weit kam es natürlich nicht.

Am 11. April, in aller Herrgotts Frühe, machten sich die Klassen 9c und 9d auf den weiten Weg nach England. Nach langer Busfahrt, nur unterbrochen von Busfahrerpausen und Fährübersetzung, kamen wir, das allerdings nach Irrfahrt vor Ort, in Southend an, wo wir freundlich von unseren Gastfamilien in Empfang genommen wurden. Die Hemmungen vor Englischnutzung im Gastland vergingen schnell, da auch begnadete Pantomimen gut verstanden wurden, außerdem war ja niemand wirklich allein.

Am nächsten Morgen fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein, der die ganze Woche nahtlos anhielt, was unsere Eltern nicht glauben konnten, stimmt aber, nach London, wo uns Stadtrundfahrt und Workshop im Globe erwarteten, beides war sehr interessant und lustig, es blieb sogar ein wenig Zeit zum „shoppen“.

Der zweite Tag führte uns nach Canterbury, wo wir den Dom, der unglaublich groß und eindrucksvoll ist, erforschten, anschließend ging es nach Southend zurück, diesmal wirklich zum Shoppen, was so manches Mädchengesicht zum Leuchten und die Geldtaschen zum Weinen brachte. Da wussten wir noch nicht, dass uns ein kilometerlanger Rückweg bevorstand, er wurde trotz schwerer Taschen und abplatzender Henkel glanzvoll bestanden.

Am Mittwoch fuhren wir nach Cambridge, dort wurde uns in drei Stadtführungen die Universität vorgestellt, die drei Stadtführungen waren recht unterschiedlich, eine für den zukünftigen Elitestudenten, eine Geisterführung und eine für brave Deutsche, leider war das im Vorfeld nicht bekannt, so dass die Gruppeneinteilung nicht immer themenentsprechend war, aber die meisten haben es ohne bleibende Schäden überstanden.

Der Donnerstag führte uns und unser Gepäck erneut nach London, wo wir Greenwich besuchten, unsere Uhren genauestens stellen konnten und anschließend auf der Themse zur City schipperten. Auf dem Boot wurden wir glänzend unterhalten durch eine individuelle Beschreibung Londons, wer es verstand, hörte englischen Humor vom Feinsten.
Am Abend schloss sich die Heimreise an, lange, aber wenigstens nicht mit dem Flugzeug geplant, da wären wir wohl noch unterwegs. Deshalb sehen wir mal darüber hinweg, dass wir pausenlos den Bus sauber halten mussten.

Freut Euch schon auf das nächste Jahr, Klassen 8c und 8d!