
Bei sommerlichen Temperaturen wurden am 25. Juni 2026 die Schulpreise des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in der Aula des gleichnamigen Hauses vergeben. Ausgezeichnet wurden hierbei außergewöhnliche sowie überaus engagierte Schülerleistungen in den Kategorien Naturwissenschaften, Kunst, Literatur, Gesellschaftswissenschaften, Mathematik/Informatik, Sport und Soziales Engagement. Die Gewinnerinnen und Gewinner konnten sich dabei nicht nur über Anerkennung, sondern auch über ein schwankendes Preisgeld in Höhe von 50 bis 150 Euro freuen. Darüber hinaus wurden auch in diesem Jahr die MINT-ExpertInnen der Klassenstufen 5 bis 8 in besonderer Form gewürdigt.
Feierlich eröffnet wurde die Veranstaltung durch einen musikalischen Beitrag von Kateryna Zhyliakova. Direkt im Anschluss erfolgte der offizielle Beginn. In seiner Rede verwies der Schulleiter Sven Stötzer auf die lange Tradition der ASG-Schulpreisverleihung sowie auf den Förderverein des Gymnasiums, ohne den diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.
Darauf folgte die Verkündung in der ersten Kategorie. Nelly Weiß, Johanna Kort und Kateryna Hurevych erhielten den Schulpreis im Bereich der Naturwissenschaften. Herr Rübsam – als Vertreter des Jurorenteams – hob bei der Verleihung das hohe wissenschaftliche Niveau sowie die methodische Herangehensweise der Gewinnerinnen hervor. Direkt im Anschluss erhielten Kim Dufft, Elina Grüning und Lara Ostrowski einen Sonderpreis zur „Analyse dezellularisierter Blattstrukturen für die Verwendung als Scaffold im Tissue Engineering“. Der Redner betonte, dass der Arbeit ein großer Forschergeist und ein ungeheurer Mut für komplexe Fragestellungen zugrunde liege.
Biologische Relevanz besaß auch die Auszeichnung in der Kategorie „Kunst“. Die 11. Klässlerin Mila Gäßner bewies mit ihrem Kunstwerk „Ölkäfer“ nicht nur künstlerisches Talent. Sie zeigte auch, dass hochwertige Gemälde stets einer intensiven Beschäftigung mit ihrem Gegenstand entspringen. Frau Schmidt betonte hierbei, dass die Malerei lediglich den Abschluss der Studie zu einer bedrohten Insektenart darstelle. Künstlerisches Können und wissenschaftliche Neugier gingen dabei Hand in Hand.
Von der bildlichen ging es nun zur sprachlichen Kunst. Henriette Thiele wurde in der Kategorie „Literatur“ mit einem selbst verfassten Gedicht ausgezeichnet, welches sie im Rahmen der Preisverleihung ausdrucksstark rezitierte. Die Schülerin überzeugte die Jury nicht nur mit ihrem ästhetischen Formenreichtum, sondern vor allem auch mit ihrer Fähigkeit, sprachliche Phänomene reflektiert zu beobachten.
Dass Sprache, Kunst, Kultur und auch Vergangenheit stets miteinander verbunden sind, zeigten die PreisträgerInnen der Kategorie „Gesellschaftswissenschaften“ – Yavora Genchev, Elina Telegin und Fabian Schröter. In ihrem selbst erstellten Videoclip mit dem Titel „Die Suche nach der Menschlichkeit“ schlüpften die drei Personen in die Rolle von Detektiven. Ihr Beitrag erinnerte daran, dass Geschichte kein Selbstzweck ist, sondern stets die Frage aufwirft, was wir aus ihr lernen können und wie wir uns heutzutage verhalten würden.
Von der Vergangenheit ging es anschließend wieder zurück in die Gegenwart. Felix Keil, Kara Kielmann und Katharina Koch stellten in ihrer Arbeit ein zukunftsfähiges Projekt zur „Entwicklung und Programmierung einer Drohne zur automatischen Blütenbestäubung“ vor. Besonders beeindruckend ist, dass nicht nur theoretische Überlegungen, sondern auch die praktische Umsetzung durchgeführt wurde. Für die Verbindung der Fachbereiche Biologie und Technik erhielten die drei SchülerInnen den Albert-Schweitzer-Schulpreis in der Kategorie „Mathematik/ Informatik“. Julius Manner und Markus Böhm wurden ebenfalls in dieser Kategorie ausgezeichnet. Sie erhielten den Sonderpreis für die „Erstellung eines browserbasierten Computerprogramms zur Erleichterung der Arbeit des Schulbuchverantwortlichen“.
Im Anschluss lieferte Felix Pahling einen Beitrag am Klavier. Für Unterhaltung sorgte nicht nur sein musikalisches Talent, sondern auch das vorzeitige Klatschen aus dem Publikum, welches auch beim zweiten Mal vielen Zuschauerinnen und Zuschauern ein Schmunzeln bereitete.
Direkt danach erfolgte ein Novum bei der ASG-Schulpreisverleihung. 2026 wurde zum ersten Mal ein Schulpreis in der Kategorie „Sport“ verliehen. Frau Voll hob in ihrer Rede die Bedeutung von Sport in der Gesellschaft hervor. Sportliche Leistungen gehen stets mit einem gewissen Talent, aber auch sehr viel harter Arbeit einher. Diesen Ehrgeiz bewiesen dieses Jahr Viktoria Scharonin, Magdalene Thiele und ihre Schwester – die Doppel-Schulpreisgewinnerin – Henriette Thiele. Das Trio wurde Deutscher Meister in der Sportakrobatik und darf nun nach Italien zur Weltmeisterschaft fahren. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!
Vom Sport führte der Weg anschließend zur nächsten Kategorie: „Soziales Engagement“. Luna Ißleib und Ottilia Kubisch wurden für ihre vielfältige Einsatzbereitschaft ausgezeichnet. Mit ihrem Auftreten setzten sie ein klares Zeichen für Menschenrechte, Freiheit und Demokratie. Unter anderem taten sie dies als Mitglieder des Vereins „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“, in deren Funktion sie Anti-Rassismus-Workshops durchführten. Zudem begeisterten sie als Leiterinnen der Theater-AG mit einem selbstgeschriebenen und am Schuljahresende aufgeführten Stück. Auch abseits dieser Aufgaben waren die beiden Schülerinnen im Schulalltag stets höflich, vorbildhaft und hilfsbereit. Ihr Auftreten hat die Schulkultur des ASG´s sehr bereichert – Vielen Dank!
Bevor nun die Auszeichnungen in den letzten beiden Kategorien erfolgen sollte, kam es erneut zu einem kleinen Zwischenstück – diesmal jedoch nicht musikalischer Art. Mit sehr viel Humor verzauberte Julius Manner das Publikum. Zuerst gelang es ihm, bunte Tücher scheinbar aus dem Nichts hervorzuziehen. Anschließend bewies er die Fähigkeit der Entfesselungskunst, wobei er dem großen Houdini Konkurrenz machte. Sein sympathischer Auftritt war eine gelungene Abwechslung und sorgte bei Groß und Klein für Staunen, Lachen und Unterhaltung.
Zum Abschluss darf natürlich auch das Ehrenamt nicht fehlen. Lina Stoll und Suri König wurden für ihren Einsatz in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ausgezeichnet. Ihre selbstständige außerschulische Ausbildung zu Trainerassistentinnen macht(e) das Baden in den Erfurter Bädern und Gewässern sicherer. So betonte Herr Ulonska in seiner Rede das überaus hohe Engagement der Schülerinnen und bemerkte anerkennend, dass es wohl seit Saisonbeginn kein Wochenende gab, an dem die beiden nicht für die DLRG im Einsatz waren.
Zu guter Letzt wurden die Mint-Expertinnen und -Experten der Klassenstufen 5-8 ausgezeichnet. Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums können über das Schuljahr Aufgaben absolvieren und diese abgeben. Dafür bekommen sie Punkte. Die erfolgreichsten unter ihnen werden nachfolgend ausgelistet:
Klassenstufe 5:
- Julius Hofmann
- Amaya Pfannschmidt
- Arthur Salbach
- Yiying Zhang
Klassenstufe 6:
- Yannik Schraudner
- Bjarne Rauschenberg
Klassenstufe 7:
- Eeshan Modi
Klassenstufe 8:
- Oliver Sokolovic
- Alexander Steinhöfel
- David de Anguinaga
Im Anschluss an die Verleihungen folgten der musikalische Ausklang von Otis Peter sowie einige kurze Worte des Organisators Herrn Ehrhardt. Er bedankte sich für die rege Beteiligung und erinnerte daran, dass jede/r Talente hat, die er oder sie einsetzen kann, um die Umwelt, die Wissenschaft und die Gesellschaft zu bereichern.
Ein großer Dank gilt des Weiteren allen Jurorenteams, allen Rednern, dem Hausmeisterteam, der Schulleitung und insbesondere dem Förderverein. Ohne die dahinterstehenden Personen sowie die bereitgestellten Mittel wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen.
Danke auch an alle eingereichten, nicht ausgezeichneten Arbeiten. Bewahrt euch euren Fleiß und euren Mut und stellt auch in der Zukunft bemerkenswerte Leistungen vor. Vielleicht klappt es schon im nächsten Jahr.
Viel Glück!
Maximilian Wiezorek















